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Windenergie

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Mit dem Begriff Windenergie bezeichnet man die kinetische Energie der bewegten Luftmassen der Atmosphäre. Windenergie ist eine indirekte Form der Sonnenenergie, gehört daher zu den erneuerbaren Energien. Man unterscheidet zwischen Onshore-Wind bzw. der Windenergie die durch Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Land erzeugt wird und Offshore-Wind bzw. die Erzeugung von Windenergie auf dem Meer. Die Verwendung von Windenergie spielt für die Ausdehnung einer andauernden Energieversorgung eine bedeutungsvolle Rolle. Der Menschheit ist die Nutzung von Windenergie seit Jahrhunderte wohlbekannt, z.B. durch die Verwendung von Windräder und Windmühlen um Energie zu erzeugen. In den letzten 20 Jahren hat eine starke Modernisierung dieser Technologie stattgefunden.

 

Entscheidend dafür war das 1991 verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom 29. März 2000, das sogenannte „Stromeinspeisegesetz“, das die Einspeisung erneuerbarer Energie in die Netze erlaubte. Seit dem Jahr 2004 hat die Windenergie die Wasserkraft als bedeutendste erneuerbare Energie in Deutschland abgelöst und erlebt derzeit einen wahren Boom. Die Bewegungsenergie des Windes ist heute zu einem sehr beachtlichen Aspekt der umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Stromerzeugung geworden. In Deutschalnd findet man die meisten Windkraftanlagen auf der Welt: Bundesweit gibt es 19460 errichtete Windkraftanlagen die insgesamt einen Anteil von 7,2 Prozent am Bruttostromverbrauch  erzeugen.

Durch die zunehmende Nutzung von Windenergie auf dem Land reduzieren sich die Kapazitäten für Windkraftanlagen an Land, u.a. aufgrund der Berücksichtigung umweltschonender Aspekte wie die Erhaltung des Landschaftsbildes. Daher steigt insbesondere aufgrund besserer und konstanter Windgeschwindigkeiten die Bedeutung des Ausbaus von Windkraftanlagen auf See durch die Erschließung von sogenannten Offshore Standorten. Aufgrund Top-Windverhältnisse kann auf See etwa 40 Prozent mehr Strom als auf Festlandland erzeugt werden. Insbesondere Greenpeace setzt sich für einen kräftigen Ausbau der Windkraftanlagen, die weit vor der Nordseeküste stehen, ein. Im Allgemeinen soll nach Einschätzungen des Bundesverbandes Windenergie im Jahre 2020 etwa 25 Prozent des bundesweiten Stromverbrauchs durch Windenergie zur Verfügung gestellt werden. (Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.)

 

Windenergie: Ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor

Die Branche hat sich durch signifikante Kostenreduzierung in den letzten 20 Jahren stark weiter entwickelt. Die Kosten der Windenergie-Industrie haben sich seit Anfang der 90er Jahre mehr als halbiert. Deutschland ist mit einem erwirtschafteten Umsatz von etwa 7,6 Milliarden Euro und ca. 90.000 Beschäftigten der weltweit größte Markt für Windenergieanlagen. Der Gesamte Branchenumsatz betrug im Jahr 2007 11,7 Milliarden Euro. Davon 5,77 Milliarden Euro Gesamtumsatz Inland und 5,9 Milliarden Euro Gesamtumsatz Export. Die Exportquote der Hersteller und Zulieferfirmen entsprach 78 Prozent, während der Weltmarktanteil deutscher Hersteller und Zulieferfirmen bei 36 Prozent lag. Der deutsche Weltmarktanteil am weltweiten Umsatz liegt nach offiziellen Daten des Jahres 2007 bei 8 Prozent. (Quelle: Bundesverband Windenergie e.V.)

 

Windenergie als Beschäftigungsmotor

Die Branche der Windenergie hat sich in den letzten Jahren zu einem Beschäftigungsmotor in Deutschalnd entwickelt. Derzeit sind etwa 90.000 Beschäftigte von insgesamt etwa 250.000 Beschäftigen im Bereich der erneuerbaren Energien in der Planung und Bau von Windkraftanlagen tätig. Nach Einschätzung von Branchenexperten sollen in der Windindustrie bis 2020 mehr als 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Ein zentraler Standort der deutschen Windindustrie ist Nord-Rhein-Westfalen mit etwa 10.000 Beschäftigen. Der geplante Bau von großen Offshore-Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee wird die Zahl der Branchenbeschäftigten in NRW wachsen lassen.

Die meisten Komponenten für Windkraftanlagen wie Getriebe, Generatoren, Stahltürme, Stromrichter Wälzlager und Großgussteile werden in Nord-Rhein-Westfalen hergestellt. Fünf der weltweit führenden Getriebezulieferer für Windkraftanlagen haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich hierbei um die Firmen Maschinenfabriken Eickhoff GmbH, Jahnel-Kestermann GmbH & Co. KG, Bosch Rexroth AG, Renk AG und Winergy AG. Auch Stahlunternehmen wie ThyssenKrupp, Thyssen Rheinstahl Technik-N GmbH und Rothe Erde GmbH spielen für die Windindustrie in NRW eine wichtige Rolle. Denn die deutsche Windkraftindustrie hat einen jährlichen Bedarf an 750.000 Tonnen Stahl. (Quelle: Bundesverband Windenergie e.V.)

 

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