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Wasserkraft

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Mit Wasserkraft definiert man die Strömungsenergie von fließendem Wasser, die über spezifische Maschinen in mechanische Energie umgewandelt wird. Während man gegen Ende des 19. Jahrhunderts die mechanische Energie als Antriebsmittel in Mühlen und Sägewerken direkt verwendete, findet heute die Umsetzung zu elektrischer Energie überwiegend in Wasserkraftwerken statt. Im Wasserkraftwerk strömt Wasser durch eine oder mehrere Turbinen, die einen Generator antreiben, welcher Strom erzeugt. Die Wasserkraft zählt zu den wichtigsten erneuerbaren Energiequellen. Rund 3,5 Prozent der globalen elektrischen Stromerzeugung entsteht in Wasserkraftwerken. Der Anteil der Wasserkraftenergie an der gesamten elektrischen Stromerzeugung durch erneuerbare Energiequelle liegt bei 18 Prozent.

Wasserkraft ist gegenwärtig die bedeutendste regenerative Energiequelle, die zur Stromversorgung der weltweiten Bevölkerung beiträgt. Die Wasserkraft hat sich modernisiert und ist heute eine hoch entwickelte Technologie und nach Bioenergie die meist verwendete erneuerbare Energiequelle weltweit. Etwa 16 bis 19 Prozent des globalen Nettostromverbrauchs stammen aus Wasserkraft. Bis zum Jahr 2004 war Wasserkraft in Deutschland die wichtigste erneuerbare Energie. Heute findet man an der Spitze der regenerativen Energiequellen Windenergie. Voraussetzung für eine profitable Verwendung von Wasserkraft ist hauptsächlich die Naturlage eines Landes. In mehr als 20 Ländern, darunter Paraguay und Norwegen, wird 90 Prozent des nationalen Strombedarfs mit Wasserkraft gedeckt. Weitere Länder die verstärkt Strom aus Wasserkraft gewinnen, sind Venezuela, Brasilien, Kanada oder auch Österreich.

 

Vorteile von Wasserkraft

Das Gesamtvolumen des Wasservorkommens der Erde liegt bei 1,4 Milliarden km³, verteilt auf die vier großen Speichersysteme Ozeane, Atmosphäre, Eiskappen und Festlandwasser. Somit ist eines der wichtigsten Vorteile von Wasserkraft die relativ konstante Verfügbarkeit, weiterhin ihr hoher Wirkungsgrad und ihre ausgeprägte Eigenschaft der Energiespeicherung, insbesondere in Hinblick auf die Netzstabilität. Wasserkraftwerke sind überwiegend automatisiert und erzeugen relativ niedrige Betriebskosten. Wasserkraftwerke sind ebenso wichtig für die Vorbeugung von Hochwasserkatastrophen durch geplante Wasserwirtschaften, sie ermöglichen Schifffahrten auf Flüssen und lösen Bewässerungsprobleme.

 

Wasserkraftstrom in Deutschland

Im Jahr 2006 sind in Deutschland rund 21,6 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft erzeugt worden. Dies entsprach einem Anteil von 3,5 Prozent an der gesamten bundesweiten Stromerzeugung. Deutschland ist Standort einer übersichtlichen Anzahl von mittleren, kleinen und einigen großen Unternehmen, die in der Herstellung von Turbinen und weiteren Maschinenbau-Komponenten für den Bereich Wasserkraft tätig sind. Die deutsche Wasserkraftindustrie hat im Jahr 2006 einen Umsatz von etwa 1,27 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Davon sind rund 70 Millionen Euro in neue Anlagen investiert worden. Die Exportquote der Wasserkraftindustrie liegt beachtlicher Weise bei mehr als 80 Prozent. Die gesamte bundesweite installierte Leistung betrug Ende 2004 etwa 4.600 Megawatt auf ca. 7.500 Anlagen. Unternehmen der Wasserkraftindustrie sind überzeugt, dass das Potential von Wasserkraft in Deutschland noch stark ausgebaut werden kann. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)

 

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