Solarenergie
Mit Solarenergie bezeichnet man Wärme und Strom, die durch Sonnenlicht erzeugt werden. Die Sonne ist eine dauerhafte und sichere Energiequelle mit einem riesigen Energiepotential, welches den bundesweiten Energiebedarf gewaltig übersteigt. Erneuerbare Energie aus der Sonne ist kostenlos, umweltschonend und beinahe unerschöpflich. Dagegen sind klassische Energiequellen aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle und Erdgas nur begrenzt und gering vorhanden, unwirtschaftlich und zum Teil umweltschädigend. Infolgedessen steigt die Bedeutung der Solarenergie im Bereich der Energieversorgung, insbesondere wegen der Klimadiskussion, immer mehr. Solarenergie ist im Trend, die Branche boomt, die Aktienkurse der Solarunternehmen lassen überdurchschnittliche Performances verzeichnen. In Deutschland sind insgesamt etwa 800.00 Solaranlagen installiert.
Zu dem schwungvollen Geschäft der Solarbranche haben das 1999 eingeführte 100.00 Dächer-Programm und politische Rahmenbedingungen zur Förderung erneuerbarer bzw. alternativer Energien, wie das im Jahr 2000 von der deutschen Regierung verabschiedete EEG-Gesetz, beigetragen. Zweck des EEG-Gesetzes ist es, „insbesondere im Interesse des Klima-, Natur- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, Natur und Umwelt zu schützen, einen Beitrag zur Vermeidung von Konflikten um fossile Energieressourcen zu leisten und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern“, sowie „ den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen“ (Quelle: www.umweltministerium.de). Das EEG-Gesetz hat Unternehmen der Solarbranche geholfen, u.a. Solaranlagen ökonomisch zu betreiben.
Hervorragende Prognosen
Die Prognosen für die Branchen sind sehr viel versprechend. Die Solartechnik ist prädestiniert weiter zu wachsen. Zum heutigen Zeitpunkt werden 0,2 Prozent des gesamten Stromverbrauchs durch Solarstrom gedeckt. Bis zum Jahr 2010 soll diese Zahl auf 1 Prozent steigen. Laut Industrieprognosen soll 20 Prozent des globalen Stromverbrauchs durch Solarenergie gedeckt werden. Die Branche hat sich mittlerweile etabliert und wird zunehmend zu einem wesentlichen Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor.
Im Jahr 2004 gab es etwa 6.000 Solarunternehmen, die einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Der Bundesverband Solarwirtschaft prognostiziert für das Jahr 2008 ein Marktwachstum von 50 Prozent und ist mit der bisherigen Performance sehr zufrieden. Die Umsatzprognosen für das Jahr 2010 liegen bei etwa 5 Milliarden Euro. Erneuerbaren Energien gehören aus Sicht des deutschen Mittelstands zu den Wachstumsbranchen der kommenden Jahre. Experten sind der Meinung, dass die dynamische Entwicklung durch die derzeitige Finanzkrise nicht erheblich beeinflusst wird.
Die Zahl der Beschäftigten, einschließlich der Bereiche Forschung und Dienstleistungen, lag 2004 bei etwa 30.000. Im Jahr 2010 soll diese Zahl bis auf 93.000 ansteigen. Die Solarbranche sieht in Deutschland aufgrund von ca. 800 Millionen m2 Dachfläche, die für Solarenergie verwendet werden können, enorme Entwicklungspotentiale. Wenn man berücksichtigt, dass im Durchschnitt eine Solaranlage 20 Jahren hält, könnte ein solches Dachflächenpotential bereits im Jahr 2010 ein Ersatzbeschaffungsmarkt von 10 Millionen m2 im Jahr erzeugen.
Die solarthermischen Anlagen haben heute einen hohen technischen Entwicklungsgrad erreicht. Doch neben hervorragenden Anlagen spielt die betriebswirtschaftliche Rentabilität eine sehr wichtig Rolle: Eine massive Markteinführung und Planungssicherheit bezüglich Fördermitteln ist notwendig, um Effizienzen zu steigern und Kosten zu reduzieren. Viele Solar bzw.- Photovoltaikanlagen sind mittlerweile so teuer, dass eine Installation sich an vielen Standorten nicht mehr lohnt. Man sollte vermeiden, dass sich diese Feststellung zwischen den Bürgern verbreitet, denn dies könnte zu einem raschen Zusammenbruch des Marktes für Solaranlagen führen.
Photovoltaische Stromerzeugung
Das Wort Fotovoltaik ist das Produkt der Verschmelzung zwischen dem griechischen Wort Photos für Licht und Volta für Alessandro Volta, dem italienischen Elektrotechnikpionier. Die Geschichte der Fotovoltaik hat im Jahr 1839 begonnen, als der französische Physiker Alexandre Edmont Becuerel als erster Strom aus Licht produzierte. Mit Fotovoltaik bezeichnet man die direkte Umsetzung von Strahlungsenergie, hauptsächlich Sonnenenergie über die Solarzellen der Solarmodule, in elektrische Energie.
Photovoltaik verwendet den Fotoeffekt, der eine direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie möglich macht. Seit Jahrzehnten wird fotovoltaische Stromerzeugung für die Energieversorgung der meisten Raumfahrtflugkörper mit Solarzellen verwendet. Seit mehreren Jahren wird Fotovoltaik auch zur Stromerzeugung auf der Erde zur Stromerzeugung unter auf Dachflächen, Freiflächen oder z.B. Taschenrechnern genutzt.
Die Photovoltaik ist ein Teilbereich der umfänglicheren Solartechnik, die auch andere technische Verwendungen der Sonnenenergie umfasst. Die Energiegewinnung aus Sonnenlicht hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Grundsätzlich ist die Sonneneinstrahlung bundesweit ausreichend, um Photovoltaik-Anlagen betreiben zu können. Nach Berechnungen der Solarindustrie gibt es in Deutschland genügend Dachflächen, um langfristig 30 Prozent des Strombedarfs mit Photovoltaik Stromerzeugung zu decken. Unabdingbare Bedingung für die Durchführung eines solchen Vorhabens ist die Schaffung optimaler Voraussetzungen. Die bedeutet: konstante Weiterentwicklung des Potentials von Fotovoltaik, Durchführung von Maßnahmen zur Kostenreduzierung und eine Intensivierung des Marktaufbaus.
(Quellen: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V., www.bee-ev.de; Bundesverband Solarwirtschaft, www.solarwirtschaft.de)
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