Branchennews
Solarbranche investiert zehn Milliarden Euro am Standort Deutschland
Berlin (ots) - Die Solarstrombranche investiert in den nächsten vier Jahren rund zehn Milliarden...
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Die Intersolar expandiert nach Indien - 2009 findet die Intersolar erstmals auch in Hyderabad statt
Pforzheim/Freiburg (ots) - Die weltweit größte Fachmesse für Solartechnik Intersolar expandiert...
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Erster interaktiver Branchenatlas der Erneuerbaren Energien
Einen umfassenden Überblick über die Vielfalt und Bandbreite der Branche der Erneuerbaren bietet...
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Berufswelt Windenergie
Laut vieler Experten ist Windenergie die Zukunftsbranche. Die Branche Windenergie wird heute bereits als Jobmotor bezeichnet. In Deutschland sind etwa 3500 Unternehmen im Bereich Windenergie tätig. Dabei sind die Zulieferunternehmen der Windenergiebranche in den traditionellen industriestarken Gebieten insbesondere in Nord-Rhein-Westfalen konzentriert, während die Windanlagenhersteller vor allem in der Nähe von Küsten angesiedelt sind und in strukturschwachen Gebieten Beschäftigung schaffen. Insgesamt beschäftigen sie über 84.000 Menschen.
Weitere 31.000 Menschen arbeiten in „verwandten“ Unternehmen z.B. Herstellern, Zulieferern oder Dienstleistern (Quelle: Ermittlung der deutschen Wertschöpfung im weltweiten Windenergie-Markt für 2007, DEWI GmbH). 17 Prozent der Beschäftigten, die direkt für die Windenergiebranche tätig sind, haben einen Akademikerabschluss. Branchenentwicklungen zeigen, dass die Zahl der Akademiker im Bereich Windenergie steigen wird. (Quelle: Ausbildung und Arbeit für erneuerbare Energien, Unternehmensbefragung 2007, Wissenschaftsladen Bonn)
Die Branche Windenergie bietet zahlreiche Berufsperspektiven sowohl für Ingenieure als auch für Fachkräfte, insbesondere in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Elektroenergietechnik sowie Installation und Montage. Ingenieure werden vor allem im Bereich Konstruktion von Windenergieanlagen, deren Neuentwicklung und Optimierung gesucht. Bewerber, die Erfahrung im Bereich Maschinenbau oder Windenergie haben, werden von potentiellen Arbeitgebern bevorzugt. Doch aufgrund der vielfältigen Tätigkeitsfelder im Bereich Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung, Vertrieb, Service etc. haben Ingenieurabsolventen verschiedener Fachrichtungen sehr gute Chancen auf einen Job in der Branche.
Beschäftigung
20 Prozent der Beschäftigen in der Windenergiebranche sind im bei den Herstellern tätig. Ebenso so viele Menschen finden bei den Anlagenbauer und unabhängigen Serviceunternehmen Beschäftigung. Weitere Menschen sind in den Betreibergesellschaften, Ingenieurbüros und Planungs- und Projektierungsunternehmen tätig. Die meisten Beschäftigten der Windenergiebranche sind bei den Zulieferern zu finden, vor allem im Maschinen- und Anlagenbau. Durch weitere Liefer- und Dienstleistungsaufträge schafft die Windenergiebranche auch Arbeitsplätze in anderen Wirtschaftzweige wie z.B. in der Stahlindustrie, in der Logistik sowie in der Bau- und Betonindustrie.
Nach Ergebnissen einer Unternehmensbefragung des Wissenschaftsladens im Jahr 2007 wird die Beschäftigung in der Windenergiebranche bis zum Jahr 2010 um 6,8 Prozent zunehmen. Zu den erwarteten Zuwachssegmenten gehören Service, Wartung und Instandsetzung, gefolgt von Forschung und Entwicklung sowie Maschinen- und Anlagenbau. Unternehmen der Windenergiebranche befürchten Personalengpässe insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung. Weitere Engpässe werden im Bereich Service, Wartung und Instandsetzung sowie im Maschinen- und Anlagebau erwartet.
Etwa die Hälfte der Unternehmen der Windenergiebranche leiden unter einem Mangel an qualifiziertem Personal, das die branchenspezifischen Anforderungen erfüllt. Fast alle Unternehmen beschäftigen Ingenieure der Elektrotechnik und etwas knapper Naturwissenschaftler und Betriebswirte. Der Anteil der Akademiker an der Gesamtzahl der Beschäftigten liegt bei 17 Prozent. Unternehmen der Windenergiebranche suchen dringend Maschinenbauingenieure und Elektroingenieure aber auch Wirtschaftsingenieure.
Es lässt sich jedoch feststellen, dass bei vielen Berufs- und Studienprofilen windspezifisches Know-how nicht zum Anforderungsprofil gehört. Ähnlich wie in anderen Sektoren der erneuerbaren Energie können Unternehmen erst durch intensive betriebliche Einarbeitung, Schulung und zielorientierte Zusatzqualifizierungen erreichen, dass die Mitarbeiter, darunter auch die Akademiker, branchenspezifische Kenntnisse erlangen. Daher sind über 60 Prozent der Unternehmen der Meinung, dass die Vermittlung von branchenspezifischen Kenntnissen durch die Aufnahme von entsprechenden Inhalten in vorhandenen Ausbildungs- und Studiengänge gelingen sollte, und über 30 Prozent der Unternehmen behauptet, dass neue Ausbildungsberufe bzw. Studiengänge erforderlich sind. Es muss sich generell auch das branchenspezifische Aus- und Weiterbildungsangebot verbessern. Unternehmen glauben, dass dies durch mehr Unterstützung der betrieblichen Ausbildung, durch überbetriebliche Ausbildung der etablierten Bildungsträger sowie durch staatliche Erkennung der Angebote und mehr Transparenz und Vergleichbarkeit der Weiterbildungsangebote erreicht werden kann. Im Allgemeinen sind rund drei Viertel der Unternehmen der Windenergiebranche der Meinung, dass um den Nachwuchs in der Branche zu sichern, mehr Anstrengungen erforderlich sind, und dass mehr dafür getan werden muss, damit die Zahl der Absolventen zukünftig steigt.
Qualifizierungsinitiative Windenergie
Die Qualifizierungsinitiative Windenergie, die im Jahr 2004 vom Bundesverband WindEnergie und der IG Metall und die Unterstüzung der Windenergie Agentur Bremerhaven/Bremen gegründet worden ist, hat u.a. folgende zentrale Aufgabe formuliert: Profilierung der Windtechnologien im Ingenieurstudium durch die Entwicklung von geeigneten Studienmodellen und eine bessere Verflechtung mit den beruflichen Aus- und Weiterbildungen. Das Thema Windenergie findet langsam aber sicher auch Eingang in die deutsche Hochschullandschaft. Inzwischen gibt es in Deutschland zwölf Hochschulen mit einem windenergiespezifischen Lehrangebot. Doch in den meisten Fällen enthalten die Studiengänge nur eine Einführung zum Thema Windenergie ohne das notwendige interdisziplinäre Windenergie-Wissen und das spezielle Systemverständnis für die Entwicklung von Windenergie-Technologien. Besonders positiv hervorzuheben sind dennoch drei weiterführende Studiengänge: Der Studiengang „Maritime Technologien“ an der Hochschule Bremerhaven, der einen starken Bezug zur On- und Offshore-Windenergie hat; das berufsbegleitende Weiterbildungsstudium „Windenergietechnik- und management“ an der Universität Oldenburg und der Masterstudiengang "Wind Engineering“, der von fünf Hochschulen in Schleswig-Holstein getragen wird. (Quelle: Unternehmensbefragung Wirtschaftsladen 2007)
Ausführliche Informationen zu Berufswelten finden Sie unter:
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